Börsenordnung

 

Der Standard des EHBBC e.V. kommt auf allen Bewertungsshows des EHBBC e.V. zum Einsatz.
Nach diesem Standard werden alle Hochzuchtkampffische bewertet.

EHBBC-Standard Stand 11/2003 

Allgemein  

  1. Der Standard gilt für die Bewertung von Betta Splendens.
  2. Es wird jeweils 1 Fisch bewertet.
  3. Jeder Fisch wird von 3 unabhängigen Richtern bewertet, die einzeln und nicht im Team richten.
  4. Der Fisch muss eine Mindestkörperlänge (vom Maul bis zur Schwanzwurzel) von 3,5 cm haben. (Ausnahme der Doubletail mit 3 cm)
  5. Es werden nur gesunde Fische zur Bewertung zugelassen.
  6. Alle Flossen müssen komplett vorhanden sein.

Einteilung

Die Fische müssen von den Züchtern für die nachfolgenden Unterkategorien gemeldet

werden.

1. Halbmond (HM)

2. Crowntail (CT)

3. Veiltail (VT)

4. Plakat (P)

5. Doubletail (DT)

6. Roundtail (RT)

7. Pinselschwanz (PS)

Für jede dieser Kategorien wird der entsprechende Standard angewandt.

Bewertet wird:  

  1. Vitalität u. Gesamteindruck mit 25 Punkten
  2. Flossen gesamt mit 45 Punkten aufgeteilt in:
    a. Caudale mit 20 Punkten
    b. Dorsale mit 10 Punkten
    c. Anale mit 10 Punkten
    d. Ventralen mit 5 Punkten
  3. Farbe mit 30 Punkten

Das ergibt eine mögliche Gesamtpunktzahl für jeden Fisch von 100 Punkten.
Für alle Unterkategorien gelten die gleichen Richtmerkmale für Vitalität, Farbe und Gesamteindruck. Für die Flossenform ist jeweils ein Standard für jede Unterkategorie festgelegt.

Preise/Urkunden

In jeder Unterkategorie werden der 1. - 3. Platz mit eine Urkunde ausgelobt.

Für den 1.Platz gibt es zusätzlich eine Trophäe. (Pokal o.ä.)

Ansonsten erhält jeder Züchter für alle von ihm ausgestellten Fische den jeweiligen Endpunktstand gegliedert nach Flosse, Farbe, Vitalität und Gesamteindruck, auf einem Gesamtbewertungsblatt, so dass er weiß, wie seine jeweiligen Fische bewertet wurden.

In der jeweiligen Unterkategorie werden nur Preise vergeben, wenn von 5 unterschiedlichen Züchtern jeweils ein Fisch für die Kategorie gemeldet wurde. Ansonsten erhalten die/der Züchter lediglich das Gesamtbewertungsblatt für den ausgestellten Fisch. Bei seltenen Varianten gibt es eventuell die Möglichkeit einen Sonder-/Ehrenpreis zu erhalten.

Richtmerkmale:  

Allgemein:

  1. Vitalität u. Gesamteindruck
    Hier werden das Agressionsverhalten und die Reaktion der Fische beurteilt.
    Gewollt ist, dass der Fisch, sobald er sein Spiegelbild oder einen anderen Betta sieht,
    die Flossen voll aufspreizt, die Kiemendeckel abspreizt und dem anderen imponiert,
    bzw. droht. Der Fisch darf auf keinen Fall Längsstreifen als Stressfärbung zeigen und
    sich auf die andere Seite des Beckens zurückziehen. Außerdem wird der
    Gesamteindruck, sprich das Zusammenwirken von Körper, Flosse und Farbe sowie
    das Schwimmverhalten des Fisches beurteilt. Wichtig ist hier, dass die Proportionalität
    des Körpers zum Flossenvolumen einen harmonischen Gesamteindruck darstellt und
    dass der Fisch in seinem Schwimmverhalten nicht beeinträchtigt ist.
  2. Farbe
    wird in folgende Klassen unterteilt:
    1. einfarbig irisierende Farben
      Einfarbig heißt, dass sowohl der Körper als auch alle Flossen die gleiche Farbe
      aufweisen müssen. Die irisierende Schicht soll im Idealfall den gesamten
      Körper einschließlich des Kopfes überziehen.

§                                 royalblau: tiefes dunkles Kornblumenblau ohne andere Farbanteile.
Die Ventralen dürfen weiße oder schwarze Spitzen haben.

§                                 stahlblau: dunkles graublau ohne andere Farbanteile.
Die Ventralen dürfen weiße oder schwarze Spitzen haben.

§                                 grün: tiefes, sattes Grün ohne andere Farbanteile.
Die Ventralen dürfen weiße oder schwarze Spitzen haben.

§                                 türkis: ein gleichmäßiges glänzendes grünblau ohne andere Farbanteile.
Die Ventralen dürfen weiße oder schwarze Spitzen haben.

§                                 pastell: diese Farbe gibt es in mehreren Farbvarianten. Es sollte eine weiche einheitliche fließende schillernde Farbe über einen hellen Körper und Flossen sein, ohne dunkle oder farbige Flecken.

§                                 weiß: gleichmäßige weiße Farbe über den Körper und die Flossen, mit einem leicht schillernden Effekt. Die Augen sind schwarz.

§                                 gold: kräftige kupfergoldene bis goldene Körperfarbe mit gleicher kräftiger und flächendeckender Färbung der Flossen

§                                 orange gold: Orange Körpergrundfarbe mit goldenen Schimmer. Die Farbe setzt sich ohne erkennbare Unterbrechung in den Flossen flächendeckend fort

§                                 platinum: Körpergrundfarbe silbern/platin, stark irisierend und ohne dunkle Einschlüsse. Die Farbe setzt sich nahtlos in den Flossen fort

    1. einfarbig stumpfe Farben
      Hier sind Körper und Flossen ebenfalls von einer Farbe, allerdings ohne die irisierende Schicht auf dem Körper.

§                                 rot: ein kräftiges dunkles rot ohne andere Farbanteile. Der Körper darf minimal dunkler als die Flossen sein.

§                                 superrot: ein kräftiges rot, gleichmäßig über Körper und Flossen ohne andere Farbanteile.

§                                 schwarz: möglichst tiefes schwarz, ohne schillernde Schuppen.
Die Flossen dürfen blaue Basisstrahlen haben.

§                                 gelb: ein kräftiges Sonnenblumengelb ohne andere Farbeinschlüsse.

§                                 cello: helle Körper und Flossenfarbe ohne dunkle oder farbige
Flecken.

§                                 opaque: gleichmäßige weiße Farbe über Körper und Flossen, wobei ein weißer puderiger Belag auf dem Körper wünschenswert ist. Die Augen sollen schwarz mit einem weißen Rand sein. Es sollen keine anderen Farb- oder Celloanteile vorhanden sein.

    1. zweifarbig
      In diese Klasse fallen Fische mit unterschiedlicher Körper- und Flossenfarbe, wobei hier grundsätzlich der Körper die eine und die Flossen die zweite Farbe tragen, aber auch Fische mit einer zweiten Farbe auf Körper und Flossen.

§                                 kambodscha: helle Körperfarbe mit deutlich abgegrenzter farbiger Flossenfarbe. Möglich sind hier unterschiedliche Farben für die Flossen, z.B. rot, blau, grün, wobei keine anderen Farbflecke auftreten dürfen.

§                                 lemon green: grüngelbe irisierende Körpergrundfarbe, kräftige gelbe Farbe in allen Flossen.

§                                 chocolat: einheitlich gelbe Farbe auf Körper und Flossen, wobei (pineapple) die Schuppenränder dunkelbraun gefärbt sind und eine leicht bräunliche Färbung der Flossen erlaubt ist.

§                                 chocolat blue: wie chocolat allerdings mit einer irisierenden blauen Schicht über dem Körper.

§                                 chocolat green: wie chocolat allerdings mit einer irisierenden grünen Schicht über dem Körper.

§                                 chocolat purple: wie chocolat allerdings mit einer irisierenden violetten Schicht über dem Körper.

§                                 marbled: Hier handelt es sich meist um helle Fische, die eine grizzled 2. Farbe in unregelmäßigen Flecken über Körper und Flossen verteilt haben. Grizzled ist da die feinere Variante und sieht aus, als wenn die Fische "geairbrushed" wären. Das gleiche gilt für Fische mit dunklen Farben, die aber zurzeit noch relativ selten auftreten.

    1. zweifarbig mit erkennbarem Muster

§                                 mustard gas: blaugrüne irisierende Körperfarbe, ebenso wie in den Randzonen der Flossen. Ansonsten goldgelbe Farbe in allen Flossen.

§                                 purple gas: anstatt blaugrüne, violette Körper- und Flossenrandzonenfarbe.

§                                 butterfly: Körper und am Körper angrenzender Teil der Flossen ist in einer Farbe und die restlichen Flossen in einer anderen Farbe. Wichtig ist hier die klare Abgrenzung der Farben in den Flossen, ohne Verläufe. Im Idealfall verläuft die Grenzlinie zwischen den Farben in der Hälfte der Flossenlänge, und zwar in allen Flossen.

§                                 butterfly (stern): Variante: die Flossenstrahlen verlaufen gleichmäßig in
der körpernahen Farbe bis in die Flossenenden.
(sternförmig in die äußere Farbe)

§                                 butterfly (ring): Variante: Die beiden Farben ziehen sich in gleichmäßigen Ringen durch alle Flossen.

    1. mehrfarbig mit erkennbarem Muster

§                                 butterfly: mindestens 3 unterschiedliche bandförmig angeordnete Farben mit klaren Abgrenzungen zueinander in allen Flossen. Im Idealfall gleichmäßige Flächenaufteilung.

§                                 marbled: wie unter mehrfarbig beschrieben, allerdings mit mindestens 3 Farben.

§                                 copper gold: Körpergrundfarbe schwarz/dunkelbraun mit deutlichen goldenen Sprenkeln. Die Flossen sind schwarz / gold mit klar abgegrenzten strahlenförmigen roten Einschlüssen.

    1. mehrfarbig/multi
      Hier gibt es unzählige Kombinationen, so dass es im Ermessen jeden Richters steht, die Zusammenwirkung der Farben zu beurteilen.
  1. Flossen nach Unterkategorien
    Grundsätzlich sollten alle Flossen vollständig und nicht verdreht sein, also kein Curling aufweisen.
    Fische, die diesem Grundsatz nicht entsprechen werden disqualifiziert.
    1. Standard Halbmond (HM)

§                                 Dorsale (Rückenflosse)
Die Dorsale sollte eine breite Basis haben und möglichst viele Verzweigungen der Strahlen haben. Die Flosse sollte proportional flächig ausgebildet sein und nicht in einzelnen Strahlen auslaufen. Ideal ist vom Ansatz in der Mitte des Fischrückens leicht nach vorn (zum Kopf) hin ansteigend, dann parallel zum Körper und vom Ende des Ansatzes an in einem weichen Bogen abfallend, wobei der Winkel zwischen dem Lot vom breitesten Stelle auf den Fischrücken und dem hinteren Abschluss der Flosse mindestens 90° betragen soll.

§                                 Caudale (Schwanzflosse)
Die Flosse soll in der Basis sehr breit sein und auf mindestens 180° (Halbmondform) ausgebreitet werden können. Viele Verzweigungen sind erwünscht.
Vom Gesamtwinkel sollten sich jeweils die Hälfte auf den oberen und den unteren Teil der Flosse beziehen.
Die ersten und letzten Flossenstrahlen sollen gerade, ohne Krümmung, verlaufen, eine gerade Kante bzw. Ecke bilden und nicht abgerundet sein. Ausnahme eine leichte Krümmung der äußeren Strahlen nach außen beim Overhalfmoon. Die Strahlen sollen einen gleichmäßigen Halbkreis bilden und keine Spitzen oder Einbuchtungen haben. Ein leicht geriffelter Flossensaum ist erlaubt.
Das Flossenvolumen soll beim Imponieren komplett aufgespannt werden. (nicht zu viele Strahlen oder/und zuviel Haut zwischen den Strahlen, kein Plissee).

§                                 Anale (Afterflosse)
Die Anale soll einen breiten Ansatz haben und bis zum Körperende verlaufen. Die untere Abschlusskante der Flosse soll parallel zum Körper verlaufen. Sie darf die Caudale (Schwanzflosse) allerhöchstens
um ¼ in der Länge überragen. Ideal ist, wenn sie die gleiche Länge wie die Caudale hat. Viele Strahlen und Verzweigungen sind erwünscht, so dass die Anale im Idealfall das Aussehen eines Ambosses hat.

§                                 Ventralen (Bauchflossen)
Die Ventralen sollen beide vorhanden sein und die gleiche Länge haben. Die Ventralen sollen einen breiten Ansatz haben. Sie sollten auf ihrer gesamten Länge möglichst breit verlaufen.

    1. Standard Crowntail (Kronenschwanz)

1.     Beim Crowntail gelten die gleichen Richtlinien wie beim Halbmond, lediglich die Flossenenden, als deutlicher Unterscheidungspunkt, sind gesondert zu beschreiben und zu bewerten. Das besondere Merkmal bei CT sind die verlängerten Flossenstrahlen, die sich gleichmäßig auf alle Flossen verteilen
müssen. Die verlängerten Strahlen in der Dorsale, Anale und in den Ventralen dürfen 30% der Gesamtflossen nicht überschreiten. Die Strahlen/Rays sollen klar, sauber und gleichmäßig aus der jeweiligen Flosse heraustreten.„Mäusezähnchen“ – Combtail werden nicht als CT bewertet.
Showtiere, die einen zerzausten oder gerupften Eindruck darbieten, sollten nicht präsentiert werden. Sie sind unerwünscht und widersprechen, ja schaden, dem Bild eines Crowntail-Betta. Dies gilt bindend für das so genannte Curling; also eine Art drehender Wuchs (leichter Verzwirbelung) der Strahlen und
Ventralen. In sehr leichter Form führt das zu massivem Punktabzug, in starker Form zur Disqualifizierung des Fisches. Diese Strahlenschwäche ist durch Selektion auszumerzen.

Bei der Caudale gibt es folgende Varianten:

§                                 singleray/Einerstrahl
Die Flossenstrahlen dürfen 30% der Gesamtflossen nicht überschreiten.
Der Anteil der Basisflosse beträgt 70% der Gesamtflosse.

§                                 doubleray/Zweierstrahl
Hier ist ein paarweises Zusammenwachsen der über die Basisflosse herauswachsenden Strahlen in der folgenden Aufteilung erwünscht.
Beim doubleray sollen 70% auf die Basiscaudale, 15% auf die paarigen zusammengewachsenen Strahlen und 15% auf die End-Rays (freistehend, nicht zusammengewachsenen Teil) entfallen.

§                                 fourray/Vierfachstrahl
Hier sind jeweils 4 Strahlen der, die Basiscaudale überragenden Strahlen zusammengewachsen, wobei die prozentuale Aufteilung die gleiche wie beim doubleray ist.

§                                 crossray/Kreuzstrahl
Hier ist eine Überkreuzung der freistehenden Endstrahlen angestrebt, und zwar entweder innerhalb eines Strahlenpaares oder aber auch die jeweiligen nebeneinander liegenden Strahlen von 2 benachbarten
Strahlenpaaren. Um das Überkreuzen in einem harmonischen Gesamtbild zu halten, ändert sich hier die Aufteilung; und zwar in 75% Basiscaudale, 15% zusammengewachsene Strahlengruppen und 10%
Endstrahlen.

2.     Variante Balloon (Ballon)
Es gelten die gleichen Richtlinien wie beim CT, mit dem Unterschied, dass mehr Flossengewebe zwischen den Stahlen vorhanden ist, welches dann nicht gespannt, sondern wehend ist, wie ein Ballon.

    1. Standard Veiltail

§                                 Dorsale (Rückenflosse)
Die Dorsale ist in ihrer Basis schmaler und hat nicht so viele Strahlen wie die anderen Flossenvarianten.
Die Flosse sollte möglichst sichelförmig ausgezogen verlaufen, allerdings ¾ der Körperlänge des Fisches nicht übersteigen. Sie sollte nicht in einzelnen Strahlen auslaufen.
Ein Überlappen der Dorsale über den Fischkörper ist nicht erwünscht.

§                                 Caudale (Schwanzflosse)
Die Flosse ist flächig ausgebildet, aber dabei lang gestreckt. Sie sollte mindestens die gleiche Länge wie der Körper des Fisches haben. Die Strahlen treten im oberen Bereich der Flosse steil ansteigend aus der Schwanzwurzel aus und fallen nach Erreichen seiner höchsten Stelle bei 20% der gesamten Flosse in einem gleichmäßigen Bogen wieder ab. Im unteren Bereich treten die Strahlen nahezu gerade mit einer leichten nach oben gerichteten Krümmung aus der Schwanzwurzel aus und fallen dann parallel zu den anderen Flossenstrahlen ab. Somit ergibt sich einen leicht sichelförmige lang gestreckte Optik. Die Caudale muss in ihrer gesamten Länge getragen werden können. Die Strahlenenden sollen einen keine Spitzen oder Einbuchtungen haben. Ein leicht geriffelter Flossensaum ist erlaubt.
Das Flossenvolumen soll beim Imponieren komplett aufgespannt werden. (nicht zu viele Strahlen oder/und zuviel Haut zwischen den Strahlen, kein Plissee).

§                                 Anale (Afterflosse)
Die Anale sollte am höchsten Punkt des Körpers ansetzen und mindestens eine Körperlänge betragen und in ihrem tiefsten Ende spitz auslaufen.
Die Form soll einem Parallelogramm ähneln.

§                                 Ventralen (Bauchflossen)
Die Ventralen sollen beide vorhanden sein und die gleiche Länge haben. Die Ventralen sollen die Form einer umgedrehten Messerklinge haben. Sie sollten mindestens 1/3 der Körperlänge betragen.

    1. Standard Plakat

§                                 Dorsale (Rückenflosse)
Die Dorsale sollte eine breite Basis haben und möglichst viele Verzweigungen der Strahlen haben.
Die Flosse sollte proportional flächig ausgebildet sein und nicht in einzelnen Strahlen auslaufen. Ideal ist vom Ansatz in der Mitte des Fischrückens leicht nach vorn (zum Kopf) hin ansteigend, dann parallel zum Körper und vom Ende des Ansatzes an in einem weichen bogen abfallend, wobei der Winkel zwischen dem Lot vom breitesten Stelle auf den Fischrücken und dem hinteren Abschluss der Flosse 90°
betragen soll. Ein Überlappen der Dorsale über den Fischkörper oder die Caudale ist nicht erwünscht.
Die Breite der Dorsale sollte an ihrem höchsten Punkt die Breite der Anale an ihrer breitesten Stelle nicht übersteigen.

§                                 Caudale (Schwanzflosse)
Die Flosse soll in der Basis sehr breit sein und auf mindestens 180° (Halbmondform) ausgebreitet werden können. Viele Verzweigungen sind erwünscht. Vom Gesamtwinkel sollten sich jeweils die Hälfte auf den oberen und den unteren Teil der Flosse beziehen.
Die ersten und letzten Flossenstrahlen sollen gerade, ohne Krümmung, verlaufen, eine gerade Kante bzw. Ecke bilden und nicht abgerundet sein. Ausnahme eine leichte Krümmung der äußeren Strahlen nach außen bei einer Spreizung von über 180 Grad. Die Strahlen sollen einen gleichmäßigen Halbkreis bilden und keine Spitzen oder Einbuchtungen haben. Ein leicht geriffelter Flossensaum ist erlaubt.
Das Flossenvolumen soll beim Imponieren komplett aufgespannt werden. (nicht zu viele Strahlen oder/und zuviel Haut zwischen den Strahlen, kein Plissee).
Die Länge der Caudale soll der Breite des Ansatzes der Dorsale entsprechen und in ihrem oberen Abschluss nicht über die Breite der Dorsale hinausragen.
Der untere Teil der Caudale sollte auf der Hälfte der Anale abschließen.

§                                 Anale (Afterflosse)
Die Anale sollte am höchsten Punkt des Körpers ansetzen und dann leicht abfallend bis zum Körperende verlaufen. Die breiteste Stelle der Anale sollte von der Caudale in gespreiztem
Zustand auf halber Höhe geteilt werden.

§                                 Ventralen (Bauchflossen)
Die Ventralen sollen beide vorhanden sein und die gleiche Länge haben. Die Ventralen sollen breit im Ansatz sein und in ihrer gesamten Länge möglichst breit verlaufen.
Zusätzlich zu den Flossen ist beim Plakat auch der Körperbau entscheidend.
Deshalb wird hier beim Gesamteindruck darauf wert gelegt, dass der Körper einen bulligen und kompakten Eindruck macht. Wichtig ist hier auch eine sanft ansteigende Linie vom Maul bis zum Ansatz der Dorsale (1.Drittel des Fischkörpers) und dann langsam auslaufend (weniger steil) bis zum Körperende.

§                                 Variante Plakat Crowntail
Beim Plakat Crowntail gelten die gleichen Richtlinien wie beim Halfmoon Plakat. Allerdings müssen hier alle Flossen eine deutliche Ct-Ausprägung aufweisen.

§                                 Variante Plakat Giant
Beim Plakat Crowntail gelten die gleichen Richtlinien wie beim Halfmoon Plakat.
Allerdings dürfen Giants erst ab einer Körpergröße von 6 cm bei den Männchen und 5 cm bei den Weibchen ausgestellt werden.

    1. Standard Doubletail (Doppelschwanz)

§                                 Dorsale (Rückenflosse)
Die Dorsale eines DT setzt nach einem Drittel des Fischkörpers an und zieht sich im Idealfall bis zur Schwanzwurzel. Sie hat mindestens die doppelte Anzahl von Strahlen wie bei einer normalen Dorsale. Die
Flosse sollte proportional flächig ausgebildet sein und nicht in einzelnen Strahlen auslaufen. Ideal verläuft sie vom Ansatz leicht nach vorn (zum Kopf) hin ansteigend und dann parallel zum Körper.

§                                 Caudale (Schwanzflosse)
Die Besonderheit des DT zeigt sich in der Caudale. Diese Flosse hat basierend auf einer breiten Schwanzwurzel das doppelte Volumen einer normalen HM-Caudale und ist in der Mitte geteilt. Eine Spreizung auf mindestens 180° ist erwünscht. Die Einkerbung oder Teilung der Flosse soll genau mittig sein und auf mindestens ein Drittel der Caudallänge eingekerbt sein. Viele Verzweigungen sind erwünscht.
Die ersten und letzten Flossenstrahlen der Caudallappen sollen gerade, ohne Krümmung, verlaufen, eine gerade Kante bzw. Ecke bilden und nicht abgerundet sein. Die Strahlenränder sollen keine Spitzen oder
Einbuchtungen haben. Ein leicht geriffelter Flossensaum ist erlaubt.
Das Flossenvolumen soll beim Imponieren komplett aufgespannt werden, die Caudalteile nicht überlappen.

§                                 Anale (Afterflosse)
Die Anale soll im Idealfall gegenüber der Dorsale am Fischkörper ansetzen und dann parallel zum Fischkörper bis zum Schwanzstiel verlaufen. Sie darf die Caudale (Schwanzflosse) allerhöchstens um ¼ in der Länge überragen. Ideal ist, wenn sie die gleiche Länge wie die Caudale hat. Viele Strahlen und Verzweigungen sind erwünscht, so dass die Anale im Idealfall das Aussehen eines Ambosses hat.

§                                 Ventralen (Bauchflossen)
Die Ventralen sollen beide vorhanden sein und die gleiche Länge haben.
Die Ventralen sollen einen breiten Ansatz haben und auf ihrer gesamten Länge möglichst breit verlaufen, um einen harmonischen Gesamteindruck zu gewährleisten.

§                                 Variante DT Crowntail
Beim Doubletail Crowntail gelten die gleichen Richtlinien wie beim Doubletail.
Allerdings müssen hier alle Flossen eine deutliche Ct-Ausprägung aufweisen.

    1. Standard Roundtail (Rundschwanz)

§                                 Dorsale (Rückenflosse)
Die Dorsale sollte im Gegensatz zu den anderen Varianten von der Optik her rund sein. Das heißt sie setzt ebenfalls in der Mitte des Fischkörpers an und steigt dann langsam bis zu ihrer breitesten Stelle an. um anschließend in einem weichen Bogen wieder abzufallen. Sie sollte am hinteren Ende möglichst wenig ausgezogen sein. EinÜberlappen der Dorsale über den Fischkörper oder die Caudale ist nicht
erwünscht.
Die Flosse sollte proportional flächig ausgebildet sein und nicht in einzelnen Strahlen auslaufen.

§                                 Caudale (Schwanzflosse)
Die Flosse soll in der Basis sehr breit sein und auf mindestens 180° ausgebreitet werden können Viele Verzweigungen sind erwünscht.
Vom Gesamtwinkel sollten sich jeweils die Hälfte auf den oberen und den unteren Teil der Flosse beziehen.
Im Gegensatz zum Halbmond sollen die ersten und letzten Flossenstrahlen in einer weichen gleichmäßigen Krümmung, verlaufen, so dass die Flosse einen Kreis bildet. Die Strahlenenden sollen einen gleichmäßigen Kreis bilden und keine Spitzen oder Einbuchtungen haben. Ein leicht geriffelter Flossensaum ist erlaubt.
Das Flossenvolumen soll beim Imponieren komplett aufgespannt werden. (nicht zu viele Strahlen oder/und zuviel Haut zwischen den Strahlen, kein Plissee).

§                                 Anale (Afterflosse)
Die Anale soll einen breiten Ansatz haben und bis zum Körperende verlaufen. Die untere Abschlusskante der Flosse soll parallel zum Körper verlaufen. Sie darf die Caudale (Schwanzflosse) allerhöchstens um ¼ in der Länge überragen. Ideal ist, wenn sie die gleiche Länge wie die Caudale hat. Viele Strahlen und Verzweigungen sind erwünscht. Die Anale sollte im Idealfall nicht spitz auslaufen, sondern auch an
ihrem untersten Ausläufer abgerundet sein.

§                                 Ventralen (Bauchflossen)
Die Ventralen sollen beide vorhanden sein und die gleiche Länge haben. Die Ventralen sollen einen breiten Ansatz haben und auf ihrer gesamten Länge möglichst breit verlaufen, um einen harmonischen
Gesamteindruck zu gewährleisten.

    1. Standard Pinselschwanz
      Der Pinselschwanz unterscheidet sich in der Caudale und kommt bei den Flossenformen Roundtail und Veiltail vor. In beiden Fällen laufen dieFlossenstrahlen der Caudale zu einem gleichmäßigen spitzen Ende aus. Das heißt die inneren Flossenstrahlen sind länger als die äußeren und alle Strahlen treffen sich am Ende in einer Spitze. Auch die Dorsale und die Anale laufen am Ende spitz aus. Die Ventralen sind ebenfalls nicht so flächig, sondern eher schlank und spitz angelegt.